Heilpädagogisch-therapeutisches Reiten und Voltigieren
Im Zentrum des heilpädagogsich-therapeutischen Reitens und Voltigierens steht das Pferd - ein großes, warmes, weiches Lebewesen, das handfesten Kontakt gestattet, das ihn sogar sucht und so für kontaktfreudige wie kontaktscheue Menschen Gegenseitigkeit und Austausch zustande kommen läßt.
Pferde sind in vielerlei Hinsicht für die therapeutische Intervention besonders geeignet. Sie erfordern Rücksicht und Einfühlungsvermögen, denn sie sind nicht nur Objekt, das zu bezwingen ist, sondern selbst Subjekt wie die Mädchen selbst. Die Interaktion mit dem Pferd bietet die Befriedigung vieler menschlicher Grundbedürfnisse und befähigt die Mädchen eigene Grenzen zu spüren, zu setzen und durchzuhalten. Über das Medium Pferd gelingt es den Mädchen neue Erfahrungen zu erproben, die später auf Beziehungen zu Menschen übertragen werden können.
Allein durch die Beobachtung der Pferde, Ponies und Esel können Lebenslust und Freude bei den Mädchen entstehen. Im Vordergrund stehen spielerisches Kennenlernen eigener Fähigkeiten ohne Leistungsstreß. Gleichzeitig lernen die Mädchen Schritt für Schritt Verantwortung für ein Lebewesen mit seinen Eigenheiten und Bedürfnissen zu übernehmen und damit auch später für sich selbst.
Bodenarbeit:
Bei der Bodenarbeit nach Pat Parelli geht es darum, eine partnerschaftliche Beziehung zwischen Mensch und Tier aufzubauen. Durch einen natürlichen Umgang und das vermitteln von Respekt, lernen die Mädchen durch gezieltes einsetzen der Körpersprache mit dem Tier zu arbeiten. Die Mädchen sind gefordert, sich ein konkretes Ziel zu setzen. Sie sollen lernen, die Signale der Tiere richtig einzuschätzen und auch kleine Schritte in die richtige Richtung sofort durch Lob zu verstärken.